Biken in Weissensee in Österreich

Text Norman Bielig & Bild Andreas Meyer
Geschichten

Tipps vom mtb Guide

Still und leise entwickelt sich Kärnten zu einer der heißesten MTB-Regionen im Alpenraum. Mit spannenden Touren, drei neuen Trails, einem Pumptrack und einer Rundtour mit Bootsausflug oder Schiffstaxi als Abkürzungsoption, hat man an einem der Kärntner Hotspots, dem Weissensee, allerhand für Mountainbiker zu bieten

Naturpur

Der lang gestreckte Bergsee liegt auf etwa 1.000 Meter und schimmert im Licht der Sonne in den edelsten Blau- und Türkistönen. Überhaupt ist dieser See eine Augenweide – vor allem, wenn man an die verbauten Seeufer anderer Bergseen denkt. Am Weissensee hingegen finden sich lediglich einige traditionelle Bootshäuser, viel Schilf und dahinter gepflegte Grünstreifen. Häuser und Hotels direkt am See gibt es nicht – die Natur liegt immer noch dazwischen – nur die privaten Zugänge zu Anlegern und Badestränden gewähren den Eintritt ins Wasserreich.

Neue Trails für den Weissensee

Im Herbst 2018 wurden die drei Trails rund um die Weissensee-Bergbahn offiziell eröffnet. Sie begeistern auf circa 300 Tiefenmetern und je drei bis vier Kilometern Länge mit natürlichem Untergrund, zahlreichen Kurven, Wellen und Spielereien. Eingebettet in dichten Nadelwald, hier und da den Blick auf das schillernde Wasser zulassend, bieten die Trails Momente, in denen man seinen Fahrfluss gern unterbricht und einfach nur genießt. Der Weissensee-Trail ist der fahrtechnische Einstieg, der Naggl-Trail der etwas anspruchsvollere Pfad. Sowohl der Weissensee-Trail als auch der als Königsdisziplin der hiesigen Downhills geltende Panorama-Trail enden in einem kleinen, aber feinen Übungsgelände mit Blick auf den See.

Bike & Boot

Wer eine größere Tour fahren möchte, sollte sich die große Seerunde vornehmen. Diese führt um den kompletten See inklusive Rückfahrt mit dem Schiffstaxi. Den Tag lässt man hier am Weissensee idealerweise kulinarisch ausklingen – gleich mehrere Haubenköche bieten sich dafür an, aber auch die normale, bodenständige Küche weiß zu begeistern – vor allem die einheimische Seeforelle sollte man probiert haben. Wir jedenfalls sind begeistert – von der Abwechslung, der Vielfalt, der Mischung und von den Menschen vor Ort, die diese vielfältigen Möglichkeiten rund um den See und die Naturverbundenheit mit ihren Gästen teilen. 

Drei wunderbare Flowtrails in verschiedenen Schwierigkeitsleveln kann man von der Naggler Alm zum See hinab düsen.

Mountainbiken Kaernten Naturpark Weissensee Trail

Der Ruf des Weissensee, DAS Naturjuwel Kärntens zu sein, ist nicht unberechtigt!

Die große Seerunde ist ein Must-do am Weissensee.

300 Tiefenmeter, je drei bis vier Kilometer Länge, natürlicher Untergrund, zahlreiche Kurven, Wellen und Spielereien, eingebettet in dichten Nadelwald - so lautet die Kurzcharakteristik der Weissensee-Trails.

"Wolfgang ist passionierter Outdoorsportler und bietet gemeinsam mit Peter Schwarzenbacher das komplette aktive Erlebnisprogramm für ihre Gäste."
Wolfgang Wernitznig, Mountainbike-Guide am Weissensee

Im Sommer sind es klassische Berg- und Seeaktivitäten, wie Nordic Walking, Wandern, Biken, Stand Up Paddeln (SUP) und Floß fahren, im Winter verlegt man sich auf Eisschnelllauf, Langlaufen und Fat-Bike-Touren.

Norman Bielig: Wolfgang, was finden Biker am Weissensee?

Wolfgang Wernitznig: Die optimale Kombination aus erhaltener Natur und unverbauten Seeberührungen, die Kombination aus Touren und Trails, die Kombination aus Berg und See in nächster Nähe. Das Beste aus beiden Welten einfach.

Norman Bielig: Wie schaut für dich der ideale Biketag am Weissensee aus?

Wolfgang Wernitznig: Zuerst gemütlich den Tag auf dem Frühstücksfloß beginnen und die Natur beobachten. Anschließend fahre ich die große Seenrunde mit dem Schiffstaxi und am Abend mache ich noch zwei Bergfahrten mit der Bergbahn und genieße unsere neuen Trails. Den Abend lasse ich dann kulinarisch am See ausklingen. Wir haben einige Haubenköche hier – da fällt die Wahl meist schwer.

Norman Bielig: Was ist das Besondere am Weissensee?

Wolfgang Wernitznig: Wir haben einen ausgeprägten Sommer, aber eben auch einen starken Winter. Der See friert zu und wir können eisschnelllaufen, aber zum Beispiel auch fatbiken auf dem See. Das ist einzigartig.

Norman Bielig: Was macht man nach dem Biken?

Wolfgang Wernitznig: Schwimmen, sich am See ausruhen, Ruderboot fahren plus Seesauna, Kulinarik genießen – im Grunde den See nutzen.

Norman Bielig: Was bringe ich Freunden und Familie vom Weissensee mit?

Wolfgang Wernitznig: Die Bikekarte und den Tipp, dass die ganze Familie hier Spaß haben kann. 2019 bekommen wir noch einen Pumptrack. Und ganz kitschig würde ich noch eine Ansichtskarte mitbringen – die macht sich einfach immer gut am Kühlschrank.

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